Dienstag, 10. April 2012

Audrey Hepburn
"Eine zierliche Frau
und die schönsten Rehaugen der Geschichte Hollywoods"

- mehr braucht es meist nicht, um bei den meisten auf den Namen Audrey Hepburn zu kommen.

Ihr Stil und ihre Erscheinung haben sie ebenso berühmt gemacht wie ihr schauspielerisches Talent und nicht zuletzt in späteren Jahren ihr Engagement als Sonderbotschafterin für das Kinderhilfswerk UNICEF.
Audrey HepburnAnders als die oft lasziven, üppigen Diven der Filmgeschichte in den 50ern und 60ern war Audrey Hepburn eine schlanke, mädchenhafte Schönheit, die ihr Image der ebenso unschuldigen wie manchmal undurchschaubaren Kindfrau auch in höherem Alter und in den unterschiedlichsten Rollen nicht ablegen konnte.
Diese Biographie gibt nicht nur einen Überblick über das Leben und die Karriere von Audrey Hepburn, sondern ist auch eine Hommage an eine wunderbare Frau.


Kindheit und Jugend

Audrey Hepburn wird als Edda Kathleen van Heemstra Hepburn-Ruston am 4. Mai 1929 in Brüssel geboren. Ihre Mutter ist die holländische Baronin Ella van Heemstra, ihr Vater der irisch-niederländischer Bankier John Victor Anthony Hepburn-Ruston.
Als ihre Eltern sich scheiden ließen, besuchte sie eine Mädchenschule in der Nähe von London. Der Ausbruch des Zweiten Weltkrieges setzte sie und ihre Mutter in Arnhem fest, wo sie die Schule besucht und am Arnhem Konservatorium Ballettunterricht nimmt.
Die Zeit dort beschreibt sie als sehr hart - um nicht zu verhungern, sind sie und ihre Mutter zeitweise gezwungen, Tulpenzwiebeln zu essen. Wegen Unterernährung erkrankt das 15jährige Mädchen an Gelbsucht und wird magersüchtig; von den Folgen dieser Krankheiten wird sie sich nie völlig erholen. Ansonsten überstehen Mutter und Tochter die Kriegszeit unbeschadet.
Nach dem Krieg geht Edda mit ihrer Mutter zurück nach London, arbeitet als Zahnarztassistentin und Büroangestellte, während sie weiter Ballettunterricht nimmt. In dieser Zeit ändert sie ihren Namen in Audrey Hepburn.
Das anmutige, schlanke und langbeinige Mädchen erregt bald Aufsehen und gewinnt mehrere Modelwettbewerbe im Bereich der Modefotographie. 1948 steht sie zum ersten Mal für einen niederländischen Film vor der Kamera - im Ballettunterricht wird der holländischen Dokumentarfilmer Charles Huguenot van der Linden auf Audrey aufmerksam und gibt ihr eine kleine Rolle in dem Holland-Werbefilm 'Nederlands in 7 Lessen'. Es folgen kleine Rollen in britischen Filmen und ein Auftritt als Tänzerin in der Londoner Show "High Button Shoes". Schließlich erhält sie Schauspielunterricht von dem ehemaligen Charakterdarsteller Felix Aylmer.
Als sie 1951 bei den Filmarbeiten zu "Monte Carlo Baby" die französische Schriftstellerin Colette trifft, besteht diese darauf, dass Audrey die Hauptrolle in ihrer Broadway-Inszenierung von "Gigi" 1951 übernehmen soll.


Der Weg zum Ruhm




Ihre Darstellung der fragilen und strahlenden, kindlichen und doch auch weiblichen Hauptfigur in "Gigi" ist - vor allem wahrscheinlich wegen Audreys Erscheinung - so überzeugend, dass sie eine Rolle an der Seite von Gregory Peck angeboten bekommt. Sie spielt in William Wylers "Ein Herz und eine Krone" (1953) die englische Prinzessin Anne, die sich im Rom der Nachkriegsjahre in einen amerikanischen Journalisten verliebt. Der Film bringt ihr einen Oscar für die beste Hauptdarstellerin. 1954 spielt sie in Billy Wilders "Sabrina".
Sechs Wochen nach der Oscarverleihung gewinnt sie 1954 den Tony Award für ihre Auftritte in dem Broadwaystück "Undine" - doch der größere Preis ist ihr Kollege Mel Ferrer, den sie 1954 heiratet und an dessen Seite sie auch weiterhin arbeitet, zum Beispiel als russische Generalstochter Natasha in King Vidors monumentaler Tolstoi Verfilmung "Krieg und Frieden", wo er die Rolle des Andrei spielt. Später ist sie Schauspielerin, während er in "Tropenglut" und "Warte bis es dunkel wird" Regie führt.

My Fair LadyDie größten Erfolge ihrer Karriere hat sie jedoch ohne ihn: "Funny Face" an der Seite von Fred Astaire , " Ariane - Liebe am Nachmittag," "Geschichte einer Nonne " , "Denen man nicht vergibt", Frühstück bei Tiffany,", "Infam", "Charade" und "My Fair Lady" bringen ihr nicht nur Welterfolg, sondern auch weitere Oscar-Nominierungen.
1968 lassen sich die beiden Künstler scheiden.
Ein Jahr später heiratet Audrey den neun Jahre jüngeren italienischen Psychiater Andrea Dotti, mit dem sie bis 1982 zusammen ist, und siedelt nach Rom über, später dann in die Schweiz.

Robin und MarianNach neunjähriger Filmpause kehrte sie 1976 noch einmal auf die Leinwand zurück - in dem Film "Robin und Marian" spielt sie die schöne und traurige Rolle der gealterte Geliebte des ebenso in die Jahre gekommenen Helden Robin Hood, der von Sean Connery dargestellt wird.

Frückstück bei TiffanyAudrey Hepburn war mehrfach für den Oscar nominiert, ausgezeichnet wurde sie nur einmal: 1953 für "Ein Herz und eine Krone". Nominiert wurde sie als "Sabrina", für "Geschichte einer Nonne", "Frühstück bei Tiffany" und "Warte bis es dunkel wird".
Am 20. Januar 1993 stirbt Audrey Hepburn in Tolochenaz/Lausanne in der Schweiz. Weltweit wird der Verlust dieser wunderbaren Schauspielerin, der Ikone von Eleganz und Stil, Würde und Mitmenschlichkeit betrauert.



Sonderbotschafterin der UNICEF

Sonderbotschafterin der UnicefAudrey Hepburn wird 1988 zur Sonderbotschafterin des Kinderhilfswerkes der Vereinten Nationen UNICEF und beginnt, einen großen Teil ihrer Freizeit in den Dienst dieser charitativen Einrichtung zu stellen, nicht zuletzt aufgrund ihrer eigenen schrecklichen Erfahrungen während des Zweiten Weltkrieges. Sie reist in die Hunger- und Katastrophengebiete dieser Welt und macht Öffentlichkeitsarbeit. Diese Aufgabe gibt ihr eine neue Form der Selbstbestätigung und des Lebenssinns, denn sie kann mit ihrer Popularität etwas Positives bewirken und notleidenden Menschen helfen.
Bis zum Schluß bittet sie um Hilfe für die Hunger leidenden Kinder dieser Welt, auch als ein voranschreitende Krebsleiden sie bei einem Fernsehauftritt wenige Wochen vor ihrem Tode bereits schwer zeichnet.

Die Akademie zeichnet sie 1992 noch einmal posthum mit dem Jean Hersholt Humanitarian Award für ihre Tätigkeit als Botschafter für die Weltkinderhilfe der UNICEF aus. Der Preis wird von ihrem Sohn Sean Hepburn Ferrer entgegen genommen.


In einem Abschiedsbrief an ihn schreibt sie:

"Denke daran, wann immer du eine helfende Hand brauchst: sie ist an dem Ende deines Armes. Und wenn du älter wirst, denke daran, dass du auch eine zweite Hand hast: die eine, um dir zu helfen, die andere, um anderen zu helfen."

1 Kommentar:

  1. Ich hoffe euch hat es gefallen, ich bitte um ehrliche Meinungen.
    lg. Katy!

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